Interim-Management-Markt zeigt sich stabil: DDIM Blitzumfrage liefert positive Signale

Eine Studie der DDIM – Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.

Wie entwickelt sich der Interim-Management-Markt im laufenden Jahr? Eine Blitzumfrage der DDIM unter ihren Mitgliedern Ende August 2026 liefert ein aktuelles Stimmungsbild – und ermöglicht einen Vergleich mit den Erwartungen aus der DDIM Marktstudie 2026 vom Beginn des Jahres.

Das Bild ist insgesamt stabil bis vorsichtig positiv: Mehr Interim Manager befinden sich in Mandaten, die Tagessätze halten ihr Niveau und die Marktentwicklung wird günstiger eingeschätzt als noch zu Jahresbeginn. Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll.

Mehr Interim Manager im Mandat

Zum Zeitpunkt der DDIM Marktstudie 2026 befanden sich rund 60 Prozent der Interim Manager in einem Vollzeit- oder Teilzeitmandat. Gleichzeitig waren 31 Prozent aktiv auf Mandatssuche.

Im August zeigt sich eine günstigere Situation: 68,7 Prozent der Befragten sind aktuell in einem Mandat – 52,3 Prozent in Vollzeit und 16,4 Prozent in einem oder mehreren Teilzeitmandaten. Der Anteil derjenigen, die aktiv nach einem neuen Mandat suchen, liegt bei 21,8 Prozent.



Tagessatz praktisch auf Prognoseniveau

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Tagessätze. Die Marktstudie hatte für 2026 einen durchschnittlichen Tagessatz von 1.317 Euro prognostiziert. Für 2025 wurde ein tatsächlicher Durchschnitt von 1.297 Euro ermittelt.

Die Blitzumfrage kommt nun auf 1.320 Euro. Die Prognose vom Jahresbeginn wurde damit nahezu exakt getroffen. Dabei liegen 56,9 Prozent der angegebenen Tagessätze zwischen 1.001 und 1.400 Euro.

Auch beim Vergleich mit dem vorherigen Mandat zeigt sich ein stabiles Bild: 30,1 Prozent der Befragten konnten einen höheren Tagessatz durchsetzen, 47,3 Prozent hielten ihr bisheriges Niveau und 22,6 Prozent mussten ihren Tagessatz reduzieren.

Damit konnten insgesamt 77,4 Prozent ihren Tagessatz halten oder steigern. Der Preisdruck bleibt also spürbar, führt jedoch nicht zu einem Rückgang der realisierten Honorare. Das bestätigt das bereits in der Marktstudie beschriebene Spannungsfeld zwischen wahrgenommenem Preisdruck und weitgehend stabilen Tagessätzen.



Mandatslaufzeiten werden kürzer

Bei der Mandatsdauer setzt sich ebenfalls die zu Jahresbeginn erkennbare Tendenz zu kürzeren Laufzeiten fort. Die Marktstudie ging für 2026 von durchschnittlich 10,7 Monaten aus.

In der Blitzumfrage liegt die geplante Laufzeit bei durchschnittlich 10,3 Monaten, der Median bei neun Monaten. Rund 40,5 Prozent der aktuellen Mandate sind auf höchstens sechs Monate angelegt.

Marktstimmung besser als zu Jahresbeginn erwartet

Auch die Einschätzung der allgemeinen Marktentwicklung fällt im August günstiger aus als zu Jahresbeginn prognostiziert.

In der DDIM Marktstudie zu Jahresbeginn gingen nur 31,6 Prozent der Interim Manager von einer positiven Entwicklung aus, während 38,6 Prozent eine negative Entwicklung erwarteten.

In der Blitzumfrage bewerten nun 41,9 Prozent die Entwicklung seit Jahresbeginn positiv, 28,0 Prozent sehen keine wesentliche Veränderung und 30,1 Prozent beurteilen sie negativ.

Damit fällt das aktuelle Stimmungsbild insgesamt deutlich besser aus als die Prognose vom Jahresbeginn – bleibt aber differenziert.

Damit passen die Ergebnisse der DDIM Blitzumfrage in der Tendenz zu aktuellen Konjunktursignalen für Selbstständige insgesamt. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Selbstständige verbesserte sich im Juli 2026 um über drei Punkte. Soloselbstständige und Kleinstunternehmen in Deutschland blickten damit etwas optimistischer auf die kommenden Monate, wenn auch auf niedrigem Niveau.



Interim Management Branche blickt vorsichtig optimistisch auf das 4. Quartal 2026

Die DDIM Blitzumfrage zeichnet damit ein insgesamt ermutigendes, aber realistisches Bild. Die Mandatssituation hat sich gegenüber dem Jahresbeginn verbessert, Tagessätze bewegen sich stabil auf dem prognostizierten Niveau und die Marktentwicklung wird positiver beurteilt als erwartet.

Gleichzeitig bleiben Preisdruck, kürzere Laufzeiten und Schwierigkeiten bei der Mandatssuche für eine relevante Gruppe von Interim Managern bestehen.

Das Zwischenfazit für 2026 lautet daher: Der Interim-Management-Markt behauptet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld – und zeigt sich zur zweiten Jahreshälfte robuster als noch zu Jahresbeginn erwartet.



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Maturus Finance ist neuer Assoziierter Partner der DDIM. Der bankenunabhängige Spezialfinanzierer unterstützt mittelständische Industrieunternehmen dabei, mit Sale & Lease Back gebundenes Kapital freizusetzen – besonders in Restrukturierungs-, Sanierungs- und Wachstumsphasen. Für Interim Manager entstehen so zusätzliche finanzielle Handlungsspielräume zur Umsetzung wichtiger Maßnahmen.

Mit dem nun beschlossenen Reformpaket der Bundesregierung liegen 34 umfassende Maßnahmen zur Modernisierung des Landes vor. Aus Sicht der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. fehlt jedoch ein entscheidender Erfolgsfaktor: die konsequente und schnelle Umsetzung in der Praxis. Die DDIM schlägt daher einen 35. Reformpunkt vor. Damit greift sie das beschlossene Reformpaket der Bundesregierung auf und weist auf einen entscheidenden Erfolgsfaktor hin: Umsetzungskompetenz.

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Die Automobilindustrie steht vor einem der tiefgreifendsten Umbrüche ihrer Geschichte. Elektromobilität, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und globale Wettbewerbsverschiebungen stellen insbesondere mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Das Buch „Chefsache Transformation der Automobilindustrie“ bündelt die Erfahrungen von Interim Managern aus der DDIM.fachgruppe // Automotive und liefert praxisnahe Orientierung für Entscheider. Die Beiträge beleuchten zentrale Handlungsfelder von Strategie und Produktion über Lieferketten und Nachhaltigkeit bis hin zu Finanzierung und Unternehmenssteuerung. Ein Geleitwort von der DDIM Vorstandsvorsitzenden Dr. Marei Strack sowie die Einordnung von Prof. Dr. Stefan Bratzel runden das Werk ab.

Vertrauen ist im Interim Management die entscheidende Währung – doch es entsteht nicht allein durch fachliche Kompetenz. In seinem Whitepaper zeigt Malte Borchardt, DDIM Partner und Gründer von forma interim – Marketing für Macher, warum eine klare Positionierung, ein konsistenter Marktauftritt und kontinuierliche Präsenz darüber entscheiden, ob Interim Manager für die passenden Mandate wahrgenommen und beauftragt werden. Das Whitepaper erläutert praxisnah, an welchen Stellschrauben sich gezielt arbeiten lässt, um nachhaltig Vertrauen aufzubauen und die eigene Marktwirkung zu stärken.

Statusfeststellung bleibt ein zentrales Thema für selbstständige Interim Manager: Eine aktuelle Umfrage von VGSD und BAGSV soll aufzeigen, welche Kriterien zur Beurteilung von Selbstständigkeit in der Praxis tragfähig sind und wo Reformbedarf besteht. Die DDIM unterstützt die Initiative, weist jedoch darauf hin, dass sie keinen Einfluss auf die Fragestellungen hatte und diese die Besonderheiten des Interim Managements nicht in allen Punkten abbilden. Dennoch können die Ergebnisse wichtige Impulse für die politische Debatte und die zukünftige Ausgestaltung des Statusfeststellungsverfahrens liefern. Für die Interessenvertretung des Interim Managements sind belastbare Praxiserfahrungen ein wichtiger Baustein.

Mit „Tommis.Talk“ ist ein neues Podcast-Format gestartet. Gastgeber ist Thomas Schulz, Geschäftsführer des Assoziierten DDIM Providers RAU INTERIM, der Persönlichkeiten mit besonderen beruflichen Hintergründen und spannenden Lebenswegen zum Gespräch einlädt. Am 12. Juni 2026 war die DDIM Vorstandsvorsitzende Dr. Marei Strack als siebte Gästin zu Gast bei „Tommis.Talk“. In dem Gespräch gibt sie Einblicke in ihre berufliche Laufbahn, ihre Sicht auf aktuelle Entwicklungen sowie persönliche Erfahrungen, die ihren Werdegang geprägt haben.