Praktiken, die längst keinen erkennbaren Nutzen mehr stiften, können im Unternehmen zum kostspieligen „Management-Theater“ werden. Meetings, Berichte, Formulare und Routinen binden Aufmerksamkeit, schwächen Eigenverantwortung und rücken die eigentliche Wertschöpfung aus dem Fokus. Gert Spruner von Mertz, Interim Manager, DDIM Mitglied und Leiter der DDIM.fachgruppe // Prozessmanagement, zeigt in Teil 2 seiner Artikelserie „Future Leadership“, wie sich überholte Managementpraktiken erkennen und pragmatisch auf den Prüfstand stellen lassen.

System statt Einzelperson: Warum scheitern selbst erfahrene und motivierte Mitarbeitende an Veränderungen, obwohl der Wille längst da ist? Interim Manager und DDIM Mitglied Gert Spruner von Mertz, Leiter der DDIM.fachgruppe // Prozessmanagement, zeigt im ersten Teil seiner Serie „Future Leadership“, warum eingefahrene Strukturen oft stärker wirken als gute Absichten – und weshalb sogenannte Schutzräume neue Erfahrungen und echte Veränderung ermöglichen können.

Stammdatenmanagement ist weit mehr als ein IT-Thema. Anhand einer ungewöhnlichen Erfahrung mit MBA-Studierenden zeigt DDIM Interim Managerin Vera Schmidt, wie unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Stammdatenproblem zu völlig verschiedenen Lösungsansätzen führen – und warum vermeintliche Erfahrung den Blick auf die eigentliche Herausforderung verstellen kann. Der Fachbeitrag für die DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management beleuchtet, weshalb globale Datenlogik und lokale Verantwortung zusammengedacht werden müssen.

KI verändert die Unternehmenssteuerung grundlegend. Während ERP-Programme auf Stabilität, Standardisierung und planbare Prozesse ausgerichtet sind, schafft Künstliche Intelligenz neue Anforderungen an Entscheidungen, Verantwortlichkeiten und organisatorische Reife. In seinem Fachbeitrag zeigt DDIM Interim Manager Michael Assmann, warum die eigentliche Herausforderung nicht in der Einführung neuer Technologien liegt, sondern im Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Steuerungslogiken. Der Beitrag beleuchtet die Auswirkungen auf Organisation, Datenmanagement und Entscheidungsarchitekturen und gibt wertvolle Impulse für Unternehmen, die Stabilität und Geschwindigkeit gleichermaßen beherrschen wollen.

Die Automobilindustrie steht vor einem der tiefgreifendsten Umbrüche ihrer Geschichte. Elektromobilität, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und globale Wettbewerbsverschiebungen stellen insbesondere mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Das Buch „Chefsache Transformation der Automobilindustrie“ bündelt die Erfahrungen von Interim Managern aus der DDIM.fachgruppe // Automotive und liefert praxisnahe Orientierung für Entscheider. Die Beiträge beleuchten zentrale Handlungsfelder von Strategie und Produktion über Lieferketten und Nachhaltigkeit bis hin zu Finanzierung und Unternehmenssteuerung. Ein Geleitwort von der DDIM Vorstandsvorsitzenden Dr. Marei Strack sowie die Einordnung von Prof. Dr. Stefan Bratzel runden das Werk ab.

Technologiegetriebene Scale-ups in der Wachstumsphase sind weder auf dem Radarschirm der Interim Manager und Provider noch ein etablierter Bestandteil des Unterstützungsköfferchens der entsprechenden CEOs oder VCs. Das Marktumfeld für Scale-ups hat sich auf Kapitaleffizienz verschoben. Jedes dritte Scale-up scheitert in dieser Phase an interner Organisationsschwäche. Entscheidend ist die sofortige operative Umsetzung in der Wachstumsphase. Die DDIM.fachgruppe Startup & Scale-up bricht mit einem alten Vorurteil und zeigt, warum hochkarätiges Interim Management in dieser Phase ein Hebel zur Absicherung des Equity Value ist und hilft, Verwässerungen bzw. Down-Rounds zu vermeiden.

Viele Unternehmen experimentieren mit Künstlicher Intelligenz. Es gibt Tools, Piloten, Use Cases und erste Produktivitätsgewinne. Doch zwischen KI-Nutzung und messbarer Wirkung liegt häufig eine strukturelle Lücke. Der Engpass ist selten die Technologie selbst. Entscheidend ist, ob KI in Wertlogik, Prozesse, Governance, Entscheidungsrechte und Führung integriert wird. Genau hier entsteht die eigentliche Transformationsaufgabe. Der Beitrag von Marc Kresin, Leiter der DDIM.fachgruppe // Digitalisierung und Industrie 4.0, zeigt vier Ebenen wirksamer KI-Transformation und erklärt, warum Interim Management in dieser Phase eine Schlüsselrolle spielen kann.

KI allein löst keine Transformationsprobleme. DDIM Interim Manager Hendrik Hobbhahn zeigt gemeinsam mit der DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management, warum Datenqualität, klare Verantwortlichkeiten und wirksame Governance häufig wichtiger sind als die nächste Technologie. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, weshalb viele KI-Initiativen nicht an der Technik, sondern an organisatorischer Unklarheit scheitern – und welche Fragen Unternehmen vor dem Start stellen sollten.

„Die Richtigen Projekte Machen. Projekte Richtig Machen.“ hilft gerade in Zeiten großer Veränderungen und großer Unsicherheit Mandanten – Unternehmen, Unternehmern, und Unternehmensmitarbeitern, nachhaltige Geschäftsmodelle und Kundenlösungen umzusetzen. Die Beitragsreihe der DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management beginnt mit „Perspektiven“ von Fachgruppenleiter Rüdiger König, der über die Chancen berichtet, die programmatische Ansätze für Vorhaben unter unsicheren Rahmenbedingungen bieten. Weitere Perspektiven zum Thema von weiteren Fachgruppen-Kollegen – zunächst Dr. Werner Boysen und Klaus Douvern – folgen in Kürze.

Ab dem 1. Juni 2026 können Bürger, Haushalte und KMU-Unternehmen Strom aus lokalen Erzeugungsanlagen über das öffentliche Netz bilanziell miteinander teilen. Der neue § 42c EnWG schafft dafür den gesetzlichen Rahmen. Was in Österreich und Italien bereits tausende Communities zeigen, wird auch in Deutschland kommen. Ein neuer Markt entsteht, in dem Stadtwerke und Energieversorger ihre klassische Rolle als Vollversorger nicht mehr einnehmen dürfen. Nach dem Commodity-Wettbewerb und dem Aufstieg der integrierten Energiekomplettanbieter, ist dies bereits der dritte Einschnitt in die bestehenden Kundenbeziehungen. Für Stadtwerke stellt sich damit keine Grundsatzfrage, sondern eine operative: Wie positionieren wir uns in diesem System?