Die Verteidigungsausgaben in Deutschland sind seit Mitte der 2000er Jahre um 140 % gestiegen. Trotzdem stockt der Hochlauf. Laut der Horváth-Studie „Executive Priorities – Defense & Space“ (2026) sehen 94 % der befragten Führungskräfte das Tempo der Zulieferer als entscheidend für Fähigkeits- und Produktionsziele. Es fehlen Fachkräfte in KI, Engineering und Führung, die Regulatorik bremst die Beschaffung. Für den Mittelstand öffnet sich ein neuer Markt: 38 % der Automobilindustrie und 33 % des Maschinen- und Anlagenbaus planen den Einstieg. Woran er scheitert, ist selten das Produkt. Das Lagebild zeigt, wo Interim Management im Defence-Markt gebraucht wird.
Die DDIM.fachgruppe // Operations verbindet industrielle Praxis mit neuen Managementperspektiven. Beim Präsenztreffen in Wien standen KI-Anwendungen bei Fraunhofer Austria, Entwicklungen im Interim Management und der persönliche Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Stephan Jorra, Leiter der DDIM.fachgruppe // Operations, berichtet über die Impulse der beiden Tage und ihre Bedeutung für die operative Managementpraxis.
KI macht Unternehmen schneller, produktiver und technisch intelligenter – aber nicht automatisch zu besseren Organisationen. In ihrem Fachbeitrag für die DDIM.fachgruppe // Digitale Transformation & KI zeigen Tanja Magnus mit ihrem systemischen Blick und Suat Akyol aus der gelebten KI-Praxis, warum es auf das Zusammenspiel von Mensch, KI, Verantwortung und organisationalem Kontext ankommt. Im Fokus stehen dabei auch unbequeme Fragen: Welche menschlichen Integrationsleistungen dürfen nicht verloren gehen? Wo braucht KI klare Grenzen? Und warum können Redundanz, offene Fragen und sichtbare Fehler wichtige Voraussetzungen für wirksame Organisationen sein?
KI verändert den Umgang mit Information – doch aus Millionen von Tokens entsteht noch kein belastbares Wissen. In diesem Praxisbeispiel zeigt Marc Kresin, Leiter der DDIM.fachgruppe // Digitalisierung und Industrie 4.0, anhand eines realen Transformationsmandats im französischen Energiemarkt, warum Wissensarchitektur, Context Engineering und klare Kontrollmechanismen für den erfolgreichen KI-Einsatz entscheidend sind. Der Praxisfall macht deutlich, wie aus fragmentierten Informationen eine nachvollziehbare, maschinenlesbare Wissensbasis für Menschen und KI entsteht.
Startups stoßen in der Wachstumsphase schnell an Grenzen – bei Finanzierung, Vertrieb, Technologie, Organisation oder Produktionshochlauf. Beim Future Tech Fest 2026 brachte die DDIM.fachgruppe // Startup & Scale-up ihre operative Erfahrung in das Mentoring für Gründer ein. Ruben Faust, Interim CFO für Wachstumsunternehmen und Mitglied der Fachgruppe, beleuchtet, welchen Beitrag erfahrene Interim Manager leisten können, wenn aus Wachstum tragfähige Strukturen werden sollen.
Projekte brauchen klare Verantwortung, belastbare Entscheidungswege und die Fähigkeit, den Kurs zu korrigieren, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern. Welche Impulse Projekt-, Programm- und Transformationsmanagement aus der Fliegerei übernehmen können, zeigen die DDIM Interim Manager Rüdiger König und Frank Schlottbohm – letzterer zugleich Fluglehrer – anhand zentraler Erkenntnisse aus einem Workshop der DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management.
Praktiken, die längst keinen erkennbaren Nutzen mehr stiften, können im Unternehmen zum kostspieligen „Management-Theater“ werden. Meetings, Berichte, Formulare und Routinen binden Aufmerksamkeit, schwächen Eigenverantwortung und rücken die eigentliche Wertschöpfung aus dem Fokus. Gert Spruner von Mertz, Interim Manager, DDIM Mitglied und Leiter der DDIM.fachgruppe // Prozessmanagement, zeigt in Teil 2 seiner Artikelserie „Future Leadership“, wie sich überholte Managementpraktiken erkennen und pragmatisch auf den Prüfstand stellen lassen.
System statt Einzelperson: Warum scheitern selbst erfahrene und motivierte Mitarbeitende an Veränderungen, obwohl der Wille längst da ist? Interim Manager und DDIM Mitglied Gert Spruner von Mertz, Leiter der DDIM.fachgruppe // Prozessmanagement, zeigt im ersten Teil seiner Serie „Future Leadership“, warum eingefahrene Strukturen oft stärker wirken als gute Absichten – und weshalb sogenannte Schutzräume neue Erfahrungen und echte Veränderung ermöglichen können.
Stammdatenmanagement ist weit mehr als ein IT-Thema. Anhand einer ungewöhnlichen Erfahrung mit MBA-Studierenden zeigt DDIM Interim Managerin Vera Schmidt, wie unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Stammdatenproblem zu völlig verschiedenen Lösungsansätzen führen – und warum vermeintliche Erfahrung den Blick auf die eigentliche Herausforderung verstellen kann. Der Fachbeitrag für die DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management beleuchtet, weshalb globale Datenlogik und lokale Verantwortung zusammengedacht werden müssen.
KI verändert die Unternehmenssteuerung grundlegend. Während ERP-Programme auf Stabilität, Standardisierung und planbare Prozesse ausgerichtet sind, schafft Künstliche Intelligenz neue Anforderungen an Entscheidungen, Verantwortlichkeiten und organisatorische Reife. In seinem Fachbeitrag zeigt DDIM Interim Manager Michael Assmann, warum die eigentliche Herausforderung nicht in der Einführung neuer Technologien liegt, sondern im Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Steuerungslogiken. Der Beitrag beleuchtet die Auswirkungen auf Organisation, Datenmanagement und Entscheidungsarchitekturen und gibt wertvolle Impulse für Unternehmen, die Stabilität und Geschwindigkeit gleichermaßen beherrschen wollen.
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