Schlagwortarchiv für: Führungskräfte

Die Automobilindustrie steht vor einem der tiefgreifendsten Umbrüche ihrer Geschichte. Elektromobilität, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und globale Wettbewerbsverschiebungen stellen insbesondere mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Das Buch „Chefsache Transformation der Automobilindustrie“ bündelt die Erfahrungen von Interim Managern aus der DDIM.fachgruppe // Automotive und liefert praxisnahe Orientierung für Entscheider. Die Beiträge beleuchten zentrale Handlungsfelder von Strategie und Produktion über Lieferketten und Nachhaltigkeit bis hin zu Finanzierung und Unternehmenssteuerung. Ein Geleitwort von der DDIM Vorstandsvorsitzenden Dr. Marei Strack sowie die Einordnung von Prof. Dr. Stefan Bratzel runden das Werk ab.

Transformation neu gedacht: Die F&P Executive Solutions AG schärft ihre Positionierung und setzt konsequent auf die Verbindung von Managementberatung und Interim Management. Dieser Beitrag erläutert, warum Unternehmen heute keine einzelnen Dienstleistungen, sondern integrierte Lösungen für komplexe Herausforderungen suchen. Von Restrukturierung über Digitalisierung bis hin zur KI-Transformation rückt die Kombination aus strategischer Beratung und operativer Umsetzung immer stärker in den Fokus. Zudem zeigt F&P auf, weshalb die Interim-Management-Branche vor einem grundlegenden Wandel steht und welche Chancen sich daraus für Unternehmen und Interim Manager ergeben.

Technologiegetriebene Scale-ups in der Wachstumsphase sind weder auf dem Radarschirm der Interim Manager und Provider noch ein etablierter Bestandteil des Unterstützungsköfferchens der entsprechenden CEOs oder VCs. Das Marktumfeld für Scale-ups hat sich auf Kapitaleffizienz verschoben. Jedes dritte Scale-up scheitert in dieser Phase an interner Organisationsschwäche. Entscheidend ist die sofortige operative Umsetzung in der Wachstumsphase. Die DDIM.fachgruppe Startup & Scale-up bricht mit einem alten Vorurteil und zeigt, warum hochkarätiges Interim Management in dieser Phase ein Hebel zur Absicherung des Equity Value ist und hilft, Verwässerungen bzw. Down-Rounds zu vermeiden.

Ein internationaler Retail-Riese mit 2.000 Filialen sah sich in einer kritischen Phase vor großen Herausforderungen: Keine Transparenz. Keine Zeit. Kein Spielraum. Die Mission? Eine Refinanzierung von über 2 Mrd. Euro – unter extremem Druck, mit dezentralen Strukturen und einem Portfolio, das dringend bereinigt werden musste. Doch wie rettet man ein Unternehmen, das intransparent, überlastet und kurz vor der Liquiditätskrise steht? Die Antwort lag in einer Radikalkur, die nicht nur Zahlen, sondern auch Strukturen und Strategien neu definierte. Wie gelingt eine Restrukturierung in Rekordzeit – ohne das Unternehmen zu zerbrechen?

Statusfeststellung bleibt ein zentrales Thema für selbstständige Interim Manager: Eine aktuelle Umfrage von VGSD und BAGSV soll aufzeigen, welche Kriterien zur Beurteilung von Selbstständigkeit in der Praxis tragfähig sind und wo Reformbedarf besteht. Die DDIM unterstützt die Initiative, weist jedoch darauf hin, dass sie keinen Einfluss auf die Fragestellungen hatte und diese die Besonderheiten des Interim Managements nicht in allen Punkten abbilden. Dennoch können die Ergebnisse wichtige Impulse für die politische Debatte und die zukünftige Ausgestaltung des Statusfeststellungsverfahrens liefern. Für die Interessenvertretung des Interim Managements sind belastbare Praxiserfahrungen ein wichtiger Baustein.

Wachstum wird oft zuerst mit Vertriebserfolg gleichgesetzt. Doch warum gelingt nachhaltiges Wachstum vielen Technologieunternehmen trotz exzellenter Produkte nicht? In seinem Fachbeitrag zeigt Wolfgang Prem, Interim Manager, DDIM Mitglied und Diplom-Ingenieur mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im internationalen Maschinen- und Anlagenbau, welche Faktoren tatsächlich über profitables Wachstum entscheiden. Von der Reduzierung von Komplexität über standardisierte „Proven Solutions“ bis hin zu klarer Führung und schneller Umsetzung beleuchtet er die entscheidenden Hebel für mittelständische Unternehmen.

Viele Unternehmen experimentieren mit Künstlicher Intelligenz. Es gibt Tools, Piloten, Use Cases und erste Produktivitätsgewinne. Doch zwischen KI-Nutzung und messbarer Wirkung liegt häufig eine strukturelle Lücke. Der Engpass ist selten die Technologie selbst. Entscheidend ist, ob KI in Wertlogik, Prozesse, Governance, Entscheidungsrechte und Führung integriert wird. Genau hier entsteht die eigentliche Transformationsaufgabe. Der Beitrag von Marc Kresin, Leiter der DDIM.fachgruppe // Digitalisierung und Industrie 4.0, zeigt vier Ebenen wirksamer KI-Transformation und erklärt, warum Interim Management in dieser Phase eine Schlüsselrolle spielen kann.

Macht entscheidet oft stärker über den Erfolg von Transformationen als Organigramme, Prozesse oder Strategien. In ihrem Whitepaper zeigt Susanne Krüger-Lampe, Interim Managerin, DDIM Mitglied und Expertin für strategisches HR-Management, warum informelle Netzwerke, Mitbestimmung und politische Dynamiken über den Verlauf von Veränderungsprozessen bestimmen. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, welche Rolle HR auf C-Level einnehmen sollte, wie Widerstände früh erkannt werden können und weshalb Machtkompetenz zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren moderner Transformationen gehört.

Viele Unternehmen stehen vor dem Rätsel, warum oft die falschen Personen in Führungspositionen gelangen. Selbstbewusstsein und Narzissmus werden fälschlicherweise mit Führungsqualität gleichgesetzt, während wahre Kompetenz und emotionale Intelligenz oft übersehen werden. Dieser Beitrag von DDIM Mitglied und Vertriebsexperte Ralf H. Komor beleuchtet die Gründe für dieses Phänomen und zeigt auf, wie Unternehmen durch gezielte Maßnahmen bessere Führungskräfte identifizieren und fördern können.

KI allein löst keine Transformationsprobleme. DDIM Interim Manager Hendrik Hobbhahn zeigt gemeinsam mit der DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management, warum Datenqualität, klare Verantwortlichkeiten und wirksame Governance häufig wichtiger sind als die nächste Technologie. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, weshalb viele KI-Initiativen nicht an der Technik, sondern an organisatorischer Unklarheit scheitern – und welche Fragen Unternehmen vor dem Start stellen sollten.