Statusfeststellung bleibt ein zentrales Thema für selbstständige Interim Manager: Eine aktuelle Umfrage von VGSD und BAGSV soll aufzeigen, welche Kriterien zur Beurteilung von Selbstständigkeit in der Praxis tragfähig sind und wo Reformbedarf besteht. Die DDIM unterstützt die Initiative, weist jedoch darauf hin, dass sie keinen Einfluss auf die Fragestellungen hatte und diese die Besonderheiten des Interim Managements nicht in allen Punkten abbilden. Dennoch können die Ergebnisse wichtige Impulse für die politische Debatte und die zukünftige Ausgestaltung des Statusfeststellungsverfahrens liefern. Für die Interessenvertretung des Interim Managements sind belastbare Praxiserfahrungen ein wichtiger Baustein.
Wachstum wird oft zuerst mit Vertriebserfolg gleichgesetzt. Doch warum gelingt nachhaltiges Wachstum vielen Technologieunternehmen trotz exzellenter Produkte nicht? In seinem Fachbeitrag zeigt Wolfgang Prem, Interim Manager, DDIM Mitglied und Diplom-Ingenieur mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im internationalen Maschinen- und Anlagenbau, welche Faktoren tatsächlich über profitables Wachstum entscheiden. Von der Reduzierung von Komplexität über standardisierte „Proven Solutions“ bis hin zu klarer Führung und schneller Umsetzung beleuchtet er die entscheidenden Hebel für mittelständische Unternehmen.
Viele Unternehmen experimentieren mit Künstlicher Intelligenz. Es gibt Tools, Piloten, Use Cases und erste Produktivitätsgewinne. Doch zwischen KI-Nutzung und messbarer Wirkung liegt häufig eine strukturelle Lücke. Der Engpass ist selten die Technologie selbst. Entscheidend ist, ob KI in Wertlogik, Prozesse, Governance, Entscheidungsrechte und Führung integriert wird. Genau hier entsteht die eigentliche Transformationsaufgabe. Der Beitrag von Marc Kresin, Leiter der DDIM.fachgruppe // Digitalisierung und Industrie 4.0, zeigt vier Ebenen wirksamer KI-Transformation und erklärt, warum Interim Management in dieser Phase eine Schlüsselrolle spielen kann.
Für alle, die Mandatsgewinnung nicht länger dem Zufall überlassen wollen, sondern als professionelles, planbares System verstehen und umsetzen möchten. Das Buch von DDIM Partner Uwe Sunkel (PIQUANO) verbindet strategischen Aufbau mit praxiserprobten Routinen und zeigt, wie aus sporadischer Akquise ein verlässlicher Prozess wird – auch neben einem laufenden Mandat und ohne ausgeprägtes Marketingwissen.
Macht entscheidet oft stärker über den Erfolg von Transformationen als Organigramme, Prozesse oder Strategien. In ihrem Whitepaper zeigt Susanne Krüger-Lampe, Interim Managerin, DDIM Mitglied und Expertin für strategisches HR-Management, warum informelle Netzwerke, Mitbestimmung und politische Dynamiken über den Verlauf von Veränderungsprozessen bestimmen. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, welche Rolle HR auf C-Level einnehmen sollte, wie Widerstände früh erkannt werden können und weshalb Machtkompetenz zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren moderner Transformationen gehört.
Mit „Tommis.Talk“ ist ein neues Podcast-Format gestartet. Gastgeber ist Thomas Schulz, Geschäftsführer des Assoziierten DDIM Providers RAU INTERIM, der Persönlichkeiten mit besonderen beruflichen Hintergründen und spannenden Lebenswegen zum Gespräch einlädt. Am 12. Juni 2026 war die DDIM Vorstandsvorsitzende Dr. Marei Strack als siebte Gästin zu Gast bei „Tommis.Talk“. In dem Gespräch gibt sie Einblicke in ihre berufliche Laufbahn, ihre Sicht auf aktuelle Entwicklungen sowie persönliche Erfahrungen, die ihren Werdegang geprägt haben.
Viele Unternehmen stehen vor dem Rätsel, warum oft die falschen Personen in Führungspositionen gelangen. Selbstbewusstsein und Narzissmus werden fälschlicherweise mit Führungsqualität gleichgesetzt, während wahre Kompetenz und emotionale Intelligenz oft übersehen werden. Dieser Beitrag von DDIM Mitglied und Vertriebsexperte Ralf H. Komor beleuchtet die Gründe für dieses Phänomen und zeigt auf, wie Unternehmen durch gezielte Maßnahmen bessere Führungskräfte identifizieren und fördern können.
KI allein löst keine Transformationsprobleme. DDIM Interim Manager Hendrik Hobbhahn zeigt gemeinsam mit der DDIM.fachgruppe // Projekt- und Programm-Management, warum Datenqualität, klare Verantwortlichkeiten und wirksame Governance häufig wichtiger sind als die nächste Technologie. Anhand praxisnaher Beispiele wird deutlich, weshalb viele KI-Initiativen nicht an der Technik, sondern an organisatorischer Unklarheit scheitern – und welche Fragen Unternehmen vor dem Start stellen sollten.
Interim Management als Schlüssel für nachhaltige Transformation: Wie ein italienischer Automotive-Zulieferer in einer Phase von Restrukturierung, Kapazitätsengpässen und Auftragsverlusten wieder auf Erfolgskurs gebracht wurde. In diesem Praxisbeispiel zeigt Dr. Martin Ludwig Mayr (GOiNTERIM GmbH), wie ein Interim COO durch klare Führung, optimierte Supply-Chain-Prozesse und eine konsequente Einbindung der Mitarbeitenden innerhalb von zehn Monaten die operative Leistungsfähigkeit eines strategisch wichtigen Produktionsstandorts deutlich steigern konnte. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, welchen Mehrwert Interim Management in kritischen Unternehmenssituationen schaffen kann.
Neue Studie von Heuse Interim: Interim Management-Marktgeschehen in der D-A-CH Region
Eine Studie von DDIM Partner Heuse Interim (Ludwig Heuse GmbH interim-management.de)

Seit 2001 veröffentlicht Heuse Interim jährlich seine Branchenstudie zur Entwicklung des Interim Management-Marktes in der D-A-CH Region. An der aktuellen Studie „Interim Management-Marktgeschehen 2025“ haben erneut mehr als 700 Interim Manager teilgenommen und ihre wertvollen Einblicke geteilt. Die zentrale Erkenntnis: Die Marktlage bleibt anspruchsvoll, zugleich zeigen sich positive Signale für die Zukunft. Demografischer Wandel, wachsender Transformationsdruck sowie steigender Restrukturierungs- und Innovationsbedarf machen Interim Management weiterhin zu einem wichtigen Management-Instrument für Organisationen, die handlungs- und zukunftsfähig bleiben wollen.
Demografischer Wandel als Treiber für Erfahrung und Führung
Der demografische Wandel wird zu einem der prägenden Faktoren für den Interim Management-Markt. 58 Prozent der befragten Interim Manager erwarten, dass die älter werdende Belegschaft die Nachfrage nach externer Managementkompetenz positiv beeinflussen wird. Gleichzeitig sehen 74 Prozent im Austritt der Babyboomer eine strukturelle Lücke, die Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellt.
Dabei geht es nicht allein um kurzfristig zu besetzende Vakanzen. Gefragt sind Erfahrung, Führungssicherheit und die Fähigkeit, Wissen in Organisationen zu halten oder gezielt weiterzugeben. 62 Prozent der Befragten nennen den Verlust von Erfahrungswissen als zentrale Herausforderung, 47 Prozent verweisen auf die sinkende Verfügbarkeit erfahrener Führungskräfte.
Auch der Generationenwandel verändert die Anforderungen an Führung. 76 Prozent der Interim Manager nehmen unterschiedliche Erwartungen zwischen den Generationen wahr, insbesondere bei Digitalisierung und Transparenz sowie bei Werten und Unternehmenskultur. Interim Management wird damit zunehmend zur Brücke zwischen Erfahrung, Veränderungsbereitschaft und neuen Arbeitsrealitäten.
„Interim Management ist heute weit mehr als das Überbrücken einer Vakanz. Es verbindet Erfahrung mit Umsetzungskraft – und genau diese Verbindung wird in Zeiten von Demografie, Transformation und technologischem Wandel entscheidend“, so Christine Feuerstein, Geschäftsführerin von Heuse Interim.
Industrie im Wandel: Maschinen- und Anlagenbau übernimmt Spitzenposition
Auch beim Blick auf die Branchen zeigt sich Bewegung. Erstmals liegt der Maschinen- und Anlagenbau mit 18 Prozent vor der Automotive-Branche, die auf 15 Prozent kommt. Damit verschiebt sich das stärkste Einsatzfeld der Interim Manager sichtbar in Richtung industrieller Kernbereiche, in denen Restrukturierung, Innovation und operative Anpassungsfähigkeit besonders gefragt sind.
Auf den weiteren Plätzen folgen die Metall- und Elektroindustrie mit 12 Prozent sowie Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik und Healthcare mit 9 Prozent. Besonders häufig kommen Interim Manager in mittelständisch geprägten Unternehmen und Business Units mit 51 bis 2.500 Mitarbeitenden zum Einsatz.
Inhaltlich dominieren weiterhin Change Management und Restrukturierung. 35 Prozent der Projekte hatten ihren Schwerpunkt im Change Management, 32 Prozent entfielen auf Krise, Sanierung oder Restrukturierung. Das bestätigt: Interim Management bleibt ein Instrument für anspruchsvolle Situationen, in denen Führung nicht nur geplant, sondern unmittelbar wirksam werden muss.
KI-Schub im Management: Nutzung steigt deutlich
Ein besonders dynamisches Feld ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz. 45 Prozent der befragten Interim Manager haben in ihren Projekten KI eingesetzt – ein Anstieg um 19 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Besonders relevant sind generative KI-Systeme wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder Google Gemini. Sie werden vor allem für Datenanalysen, Textautomatisierung, Strukturierung und strategische Konzeption genutzt.
„KI- und Datenverständnis zählen nun zu den wichtigsten Kompetenzen für die kommenden Jahre. Qualität und Erfahrung zahlen sich messbar aus – auch und gerade im Zusammenspiel mit neuen Technologien“, so Dana Barzingi, Geschäftsführer von Heuse Interim.
Marktdynamik 2025: Qualität, Wirkung und messbarer Beitrag
Die Marktdynamik im Interim Management bleibt anspruchsvoll. Unternehmen prüfen genauer, wem sie kritische Projekte anvertrauen. Das spiegelt sich auch in der gestiegenen Lead-to-Deal-Ratio wider: Im Durchschnitt braucht es 4,5 Anfragen bis zum Abschluss eines Vertrags.
Zunehmend wichtig wird der nachweisbare Wertbeitrag von Interim Management. Die Studie zeigt: 69 Prozent der Befragten bestätigen mindestens den doppelten Return-on-Interim-Management (RoIM), 13 Prozent sogar einen Faktor von mehr als 10.
Fazit
Die Studie macht deutlich: Interim Management entwickelt sich weiter. Es bleibt ein bewährtes Instrument zur Überbrückung von Führungsengpässen, wird aber immer stärker auch als strategische Ressource für Transformation, Wissenstransfer und Zukunftsfähigkeit verstanden.
Auch das Kompetenzprofil im Interim Management verändert sich: Neben klassischer Führungserfahrung gewinnen technologische Offenheit, Datenverständnis und die Fähigkeit, KI sinnvoll in Geschäftsprozesse einzubinden, deutlich an Bedeutung. Für 2026 zählen Change- und Transformationsmanagement, generationenübergreifende Führung, unternehmerisches Denken sowie KI- und Datenverständnis zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.
Weitere Studien von Ludwig Heuse GmbH interim-management.de finden Sie hier.
Heuse Interim ist der Branchenvorreiter für persönliche und ergebnisorientierte Interim Management-Lösungen. Das Expertenteam arbeitet seit mehr als 30 Jahren an dem perfekten Matching von Interim Managern und Unternehmen. Mit einem Portfolio von 7.000 Interim Managern hat das Unternehmen bereits Projekte in über 20 Ländern weltweit besetzt. Zudem veröffentlicht Heuse Interim seit 2001 die jährliche Branchenstudie zur Entwicklung des Interim Management-Marktes in der D-A-CH Region.
DDIM
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