Neue Marktchancen durch neue Geschäftsmodelle

Ein Beitrag von Interim Managerin & DDIM Mitglied Friederike Abresch, Leiterin der DDIM.fachgruppe // Agile

Geschäftsmodellinnovationen sind die große Chance in sich ändernden, hochkompetitiven Märkten, um langfristige Kundenbeziehungen und damit kontinuierliche Einnahmen und eine gute Planungsgrundlage zu sichern. Und das ist noch nicht alles. Geschäftsmodellinnovation können zu überproportionalem Umsatz und überproportionaler Rendite führen, wenn es gelingt, skalierenden Geschäftsmodelle über langfristige Kundenbeziehungen und automatisierte Prozesse und zu etablieren.

Neben technologischen Innovationen sind es insbesondere die einfache Verfügbarkeit, geringe Bindung eigener Ressourcen und eine einfache Nutzung die Mehrwerte, die bei Kunden in ihren komplexen Wertschöpfungsnetzwerken heute zählen. Auch bestehende Leistungen lassen sich so zukunftsfähig aufstellen.

In Managed Service oder as-a-Service (aaS) Geschäftsmodellen werden Leistungen zum Beispiel nicht verkauft, sondern als Service zur Verfügung gestellt. Der Kunde kann die benötigte Leistung nutzen, sich aber auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

In Bereichen mit knappen personellen Ressourcen wie Cyber Security wird auch nicht anders gehen, da das relevante Know-How am Markt kaum verfügbar und die Projektierungen sehr aufwändig sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kunden in wirtschaftlich unruhigen Zeiten mit Betriebskosten und nicht mit Investitionskosten besser planen können.

System- und Service-Geschäftsmodelle bieten darüber hinaus viele Optionen für eine spezifische Anpassung an den Bedarf der Schlüsselkunden. Und deren Verankerung ist für die nachhaltige Sicherung von Wettbewerbsvorteilen ebenfalls entscheidend.

Der Anfang ist ohne Frage nicht ganz leicht. Wenn es aber einmal läuft, ist der Aufwand für kontinuierliche Anpassungen an sich ändernde Bedingungen gut handhabbar und die Rendite steigt in dem Maße, wie Kosten durch automatisierte Prozesse bei zunehmendem Kundenbestand sinken.

Voraussetzung ist das klare Verständnis für die eigenen Mehrwerte und die zugrundeliegenden Wertschöpfungsprozesse. Daraus resultieren potentielle Erlösquellen und Erlöspartner. Die Grundlage bilden die Erfolgsfaktoren Ihres Unternehmens, Kernprozesse und Kernkompetenzen, die es auf neue Anwendungsgebiete, Absatzmärkte und Erlösmodelle zu übertragen gilt. Die größte Hürde ist es, sich vom bisherigen produkt- und technologiegetrieben Denken zu lösen. Hier bietet es sich an, externe Partner zu nutzen.

Soweit möglich, gilt es Anwendungsdaten zu gewinnen, zu analysieren und zu verwerten, um neue Produkte und vor allem digitale Dienstleistungen zu entwickeln. Aber auch das ist kein Muss, um neue Geschäftsfelder verfügbar zu machen. Der Aufbau oder die Neuausrichtung eines Geschäftsbereichs erfolgt funktionsübergreifend und transparent, da sich Organisation und Prozesse ändern.

Für jede Branche und vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bieten Geschäftsmodellinnovationen eine gute Möglichkeit, sich mittels innovativer Ideen vom Wettbewerb abzuheben und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten zu generieren.

Frau Dipl.-Kffr. Friederike ist langjährig aktiv in der Produkt-, Markt- und Geschäftsfeldentwicklung für Tech-Lösungen und hat System- und Serviceleistungen entwickelt und aufgebaut. Ihr Fokus liegt insbesondere auf alternativen Erlösmodellen, da diese unmittelbar Ergebnisrelevant sind.

Mehr Informationen unter: www.abresch-interim-leadership.de

In den DDIM.fachgruppen haben sich Mitglieder zusammengeschlossen, die in gleichen Branchen und Funktionen oder an vergleichbaren Aufgabenstellungen und Sonderthemen arbeiten. Die Mitglieder sind auf ihren Gebieten Experten, sie tauschen ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus. Eines ihrer Ziele ist es, das Interim Management in den einzelnen Disziplinen bekannter zu machen und eine Nähe zur Industrie, zu Verbänden und zu Fachmedien herzustellen.