Environmental Social Governance

Was jetzt auf den Mittelstand zukommt

Wer, gerade auch im Mittelstand, Zukunft aktiv mitgestalten möchte, kommt an einer guten Environmental Social Governance (ESG) nicht vorbei.

Das ist das Fazit eines Livestreams der DDIM.fachgruppe // Kommunikation in der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM) auf dem DDIM.kongress // 2021.

Christian Lutz, Partner der DUKAP Deutsche Unternehmenskapital GmbH, Stuttgart, und Dr. Sven Jansen, Vorstandsmitglied der NOVENTI Health SE, München, diskutierten – moderiert von den DDIM Interim Managern Götz Dittmar und Ludwig Schönefeld – die Chancen, die aktives ESG-Engagement bietet: Im Dialog mit der Finanzbranche, mit der Politik, mit Medien und Öffentlichkeit. In Sorge um das weltweite Klima rückt der Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung in den Fokus der weltweiten Finanzmärkte. Environmental Social Governance (ESG) wird zum Entscheidungskriterium für die externe Finanzierung von Unternehmen.

Stichtag: 1. Januar 2024

Ab dem 1. Januar 2024 wird die Corporate Sustainable Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Union die aktuelle Non Financial Reporting Directive (NFRD) ablösen. Ab diesem Stichtag sind Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden, einer Bilanzsumme von über 20 Mio. Euro oder einem Umsatz von 40 Mio. Euro verpflichtet, über ihren Beitrag zu den EU-Umweltzielen zu berichten. Erstmals im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2023.

Neue HGB Berichtspflichten – auch für den Mittelstand

Die künftigen EU-Direktiven zu Klimaschutz sowie zur Anpassung an den Klimawandel sind bereits im Entwurf veröffentlicht. Der nächste Schritt ist die Implementierung in die nationalen Handlungsrahmen. In Deutschland somit in die Berichtspflichten nach HGB. Doch nicht nur Großunternehmen sind gefordert: Die Berichtspflichten zum ökologischen und sozialen Engagement gelten in Zukunft auch für alle kapitalmarktorientierten kleinen und mittleren Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeitenden. Für sie ist der Stichtag der 1. Januar 2026.

Frühes Handeln zahlt sich aus

Wer sich bereits heute mit dem Thema beschäftigt, profitiert. So, wie die NOVENTI Health SE. Das Münchener Unternehmen veröffentlicht bereits jetzt ihren Carbon-Footprint. Als ESG-Pionier im Mittelstand ist Dr. Sven Jansen als NOVENTI-Vorstand inzwischen in Politik und Öffentlichkeit als Experte gefragt: “Wir kennen unseren Carbon-Footprint und können gemeinsam mit unseren Partnern gezielt darauf hinwirken, etwas für den Klimaschutz zu tun.” Das hat bereits kurzfristig einen sehr positiven Effekt auf Unternehmensimage und Kreditwürdigkeit. Mittelfristig steigt der immaterielle Vermögenswert. “In Medien und Öffentlichkeit, vor allem aber auch bei der Rekrutierung, haben wir dank unseres Engagements für den Klimaschutz einen hervorragenden Ruf. Bei Finanzinvestoren gelten wir als Pathfinder.”

Finanzierung setzt auf Klimaschutz

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Der Klimagipfel in Glasgow hat das erneut unterstrichen. Und so ändern sich mit der Implementierung der Corporate Sustainable Reporting Directive auch die Spielregeln der Unternehmensfinanzierung: “Nachhaltige Finanzierungslösungen etablieren sich zunehmend am Markt. Ohne belastbare Nachhaltigkeitsstrategie wird es schwer, langfristig mit günstigen Konditionen zu finanzieren – für große Unternehmen, aber auch für den Mittelstand.”, so Christian Lutz, der bei der DUKAP Deutsche Unternehmenskapital GmbH Unternehmen in ESG Themen berät.

Nachhaltigkeit gehört zum guten Ton

Ist das Nachhaltigkeits-Reporting erst einmal implementiert, profitiert davon auch das Markenimage. Hilfestellung dabei leisten spezialisierte Kommunikationsagenturen. In der DDIM.fachgruppe // Kommunikation treffen interessierte Unternehmen Fachleute für Nachhaltigkeit, Marketing und Kommunikation – als Projektleiter und als Experten für medienübergreifende ESG-Kommunikation.

Über die Fachgruppe:

Die DDIM.fachgruppe // Kommunikation hat sich im November 2016 gegründet. Ziel ist es, das Berufsfeld Interim Management Kommunikation in der DDIM nach innen und außen zu stärken und den Wissenstransfer untereinander zu fördern. Die Mitglieder der Fachgruppe treffen sich ein bis zwei Mal jährlich zu ganztägigen Workshops und erarbeiten dort einen Jahresarbeitsplan. Darüber hinaus stimmen sie sich in monatlichen Videokonferenzen über den Stand der vereinbarten Projekte sowie über aktuelle Themen ab.

Zudem pflegt die DDIM.fachgruppe // Kommunikation einen regelmäßigen fachlichen Austausch über die jeweiligen Mandate hinaus. Die Mitglieder der Fachgruppe chatten alle zwei Monate online (via Microsoft Teams). Diskutiert wird zu einem vorher festgelegten Thema „Alles rund um unsere Interim Management Mandate“. Termin: jeweils der letzte Dienstag im Monat von 19.30 bis 20.30 Uhr.