DDIM News

Die Steinbeis Augsburg Business School ist neuer Bildungspartner der DDIM

Wir begrüßen die Steinbeis Augsburg Business School als neuen Bildungspartner der DDIM!

Die Steinbeis Augsburg Business School erweitert das Netzwerk mit einem klaren Fokus auf praxisnahe Executive Weiterbildung und den Austausch erfahrener Entscheidungsträger. Als Teil des internationalen Steinbeis-Verbunds verbindet sie wissenschaftliche Fundierung mit konkreter Managementpraxis und richtet sich gezielt an Interim Manager, Führungskräfte und Berater. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Corporate Governance, strategische Transformation, Interim Management und der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Besonders im Fokus: Formate, die echten Dialog ermöglichen und Erfahrungswissen nutzbar machen. Die Partnerschaft schafft neue Impulse für den Wissenstransfer und stärkt den fachlichen Austausch innerhalb der DDIM Community.

Interim Management wird falsch verstanden: Warum der Interim Advisor zur entscheidenden Rolle wird

Ein Beitrag von DDIM Partner Andreas Renner, Direktor // Steinbeis Augsburg Business School

Interim Management wird im Markt oft noch über Geschwindigkeit definiert. Verfügbarkeit, schnelle Übernahme von Verantwortung, unmittelbare Umsetzung. Das ist nachvollziehbar, aber es greift zu kurz.

Denn die meisten kritischen Situationen in Unternehmen scheitern nicht an der Umsetzung. Sie scheitern an Entscheidungen, die unter Zeitdruck getroffen werden und sich im Nachhinein als nicht tragfähig erweisen.

Interim Manager werden genau in diesen Momenten geholt. Wenn Zeit fehlt, Informationen unvollständig sind und Konsequenzen sofort wirksam werden. In solchen Situationen ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend, sondern die Qualität der Entscheidungslogik.

Die Forschung zur Entscheidungsfindung zeigt seit Jahrzehnten, dass genau hier systematische Fehler entstehen. Das intuitive Entscheidungen unter Unsicherheit regelmäßig verzerrt sind. Erfahrung allein schützt nicht davor. Ohne Struktur wiederholen sich Muster, die zwar plausibel erscheinen, aber nicht belastbar sind.

Vor diesem Hintergrund verändert sich die Rolle des Interim Managers. Neben die operative Verantwortung tritt eine zweite Dimension, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Fähigkeit, Entscheidungen strukturiert vorzubereiten, Unsicherheit einzuordnen und Handlungsoptionen klar zu priorisieren. Und diese Rolle wird nicht nur von C-Level geschätzt sondern auch finanziell goutiert.

Es entsteht die Rolle des Interim Advisor.

Der Unterschied ist wesentlich. Der klassische Interim Manager wird geholt, um umzusetzen. Der Interim Advisor wird geholt, um Entscheidungsqualität sicherzustellen. Er und Sie bringt nicht nur Erfahrung mit, sondern ein belastbares System, komplexe Situationen zu strukturieren, Risiken sichtbar zu machen, kognitive Verzerrungen zu minimieren und schafft Entscheidungsfähigkeit, wo zuvor Unklarheit herrschte.

Diese Entwicklung ist kein Trend, sondern eine logische Konsequenz steigender Komplexität. In der Organisationsentwicklung und der Entscheidungsforschung gilt als gesichert, dass strukturierte Vorgehensmodelle die Qualität von Entscheidungen verbessern. Nicht belegbar ist hingegen die Annahme, dass Erfahrung ohne methodische Reflexion automatisch zu besseren Ergebnissen führt.

Für Unternehmen bedeutet das eine klare Verschiebung. Der Wert eines Interim Managers wird sich zunehmend daran entscheiden, wie belastbar seine Entscheidungslogik ist. Geschwindigkeit bleibt wichtig, aber sie ist nicht mehr das entscheidende Kriterium. Entscheidend ist, ob Entscheidungen unter Unsicherheit tragfähig und nachvollziehbar und erklärbar sind.

Diese Entwicklung lässt sich jedoch nicht isoliert auf einzelne Personen reduzieren. Entscheidungsqualität entsteht nicht im Alleingang, sondern im Austausch, in der Reflexion und in der systematischen Weiterentwicklung von Methoden. Genau hier liegt ein strukturelles Defizit im Markt. Es fehlt an Formaten, in denen Erfahrungswissen aus Mandaten nicht nur erzählt, sondern systematisch nutzbar gemacht wird. Methodologien sind verfestigtes Erfahrungswissen…An dieser Stelle setzt die Steinbeis Augsburg Business School an.

Als Teil des Steinbeis Verbunds mit über 1.000 Transferunternehmen und rund 4.800 Experten verbindet Steinbeis wissenschaftliche Grundlagen mit der Erfahrung aus realen Entscheidungssituationen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die klassische Wissensvermittlung, sondern die Frage, wie Entscheidungen unter Unsicherheit tatsächlich besser getroffen werden können.

Dafür entstehen Formate, in denen Interim Manager, Unternehmer, Beiräte und Führungskräfte gemeinsam an realen Fragestellungen arbeiten. Erfahrungen werden nicht nur ausgetauscht, sondern strukturiert analysiert. Methoden werden nicht abstrakt vermittelt, sondern direkt angewendet und weiterentwickelt. Ziel ist es, Entscheidungslogiken zu schaffen, die auch unter Druck tragen.

Diese Form der Zusammenarbeit geht über ein klassisches Netzwerk hinaus. Sie beschreibt ein Ökosystem, in dem Praxis, Methodik und Erfahrung zusammengeführt werden. Ein System, das nicht nur Wissen bereitstellt, sondern die Qualität von Entscheidungen messbar verbessert.

Vor diesem Hintergrund wird der Begriff Interim Advisor mehr als eine neue Bezeichnung. Er beschreibt eine notwendige Weiterentwicklung der Rolle. Weg vom reinen Umsetzer, hin zum strukturierten Entscheider und Sparringspartner auf Augenhöhe.

Interim Management zeigt sich nicht in der Geschwindigkeit der Umsetzung, sondern in der Qualität der Entscheidungseinordnung unter Zeitdruck.

Genau dafür steht die Steinbeis Augsburg Business School.
Genau dabei wollen wir Sie unterstützen.

Ihr Ansprechpartner:

Andreas Renner ist Direktor der Steinbeis Augsburg Business School, an der er die akademische und wirtschaftliche Ausrichtung einer der renommiertesten Business Schools in Deutschland für das C-Level verantwortet. In seiner Rolle legt er besonderen Wert darauf, theoretisches Wissen mit praxisnaher Anwendung zu verbinden und Führungskräfte auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Wirtschaft im Zeichen von ESG & KI vorzubereiten Er ist Papa, fällt Bäume, räumt den Wald auf, besegelt die Bayerischen Meere, liebt Spanien.